Unter dem Kaiser Aurelian (270-275) wurde Mithras als "Sol Invictus", d.h. "unbesiegter Sonnengott", zur Staatsreligion erhoben.
Kaiser Diokletian (284-305) ernannte Mithras gar zum "Beschützer des Reichs".
Erst Konstantin (288-337), der sich 312 durch den Sieg über Maximus die Kaiserkrone gewaltsam aneignete, instrumentalisierte das Christentum, um seine militärischen und politischen Ziele durchzusetzen.
Der nicht christliche Kaiser ließ sich erst am Sterbebett taufen, drei Tage vor seinem Tod.
Er wird bis heute von der Ostkirche als Heiliger verehrt.
Kaiser Theodosius (379-395) erklärte das Christentum endgültig zur Staatsreligion.
Die immer mächtiger werdende Kirche dämonisierte den Mithraskult, stieß aber auf wenig Anklang in der Bevölkerung, die nach wie vor an ihren gewohnten Sitten und Bräuchen hingen.
Also begann man, wie bei anderen Festen auch (s. Valentinstag, Ostern), die bestehenden Traditionen zu assimilieren, was wegen der vielen Ähnlichkeiten mit dem Mithraskult recht umproblematisch war.
Ob letztlich das christliche Weihnachtsfest als Übernahme solcher älteren oder aber konkurrenzbedingte Verdrängung von parallelen Mysterienkulten zu deuten ist, ist umstritten.
Die antiken Darstellungen von Isis und Osiris (altägyptischer Mysterienkult) beeinflußten jedenfalls die frühe christliche Ikonographie.
Als kirchlicher Feiertag ist der 25. Dezember seit 336 in Rom belegt.
Erst im Laufe des 7. und 8. Jahrhunderts verbreitete sich in Deutschland das Datum des 25. Dezembers als Festtag an dem Christi Geburt gefeiert wurde.
Auf der 813 stattfindenden Mainzer Synode wurde dieser Tag offiziell zum "festum nativitas Christi" erklärt.