Winterdepression - eine Volkskrankheit?
Immer müde, grundlos traurig, schlechte Laune, Null-Bock-Stimmung.
Etwa zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland leiden unter der Winterdepression, die in den trüben, kalten und regnerischen Monaten von Oktober bis März auftritt. 75 Prozent der Betroffenen sind Frauen.
In südlichen Ländern ist die Zahl der Winterdepressiven erheblich geringer, am Mittelmeer kommt sie kaum vor.
Wie entsteht eine Winterdepression?
Im Winter verbringen viele Menschen die meiste Zeit bei künstlichem Licht.
Der Mangel an natürlichem Licht veranlaßt die Zirbeldrüse mehr Melatonin zu bilden.
Dieses Hormon stellt die innere Uhr auf Ruhe und Winterschlaf ein und verlangsamt den Stoffwechsel.
Außerdem unterdrückt Melatonin die Produktion des Glückshormons Serotonin.
Bei vielen Menschen verschlechtert sich die Laune. Die Lust, etwas zu unternehmen, schwindet. Die Müdigkeit steigt und häufig auch der Appetit.
Winterdepression: Typische Symptome
Energielosigkeit, Unausgeglichenheit, Traurigkeit, Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit, gedrückte Stimmung, Vernachlässigung sozialer Kontakte, Heißhunger auf Süßes, erhöhtes Schlafbedürfnis.
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