Das Lamm als Symbol der Wehrlosigkeit war bereits Opfertier im Alten Testament.
Die Juden schlachten zum Gedenken an Gott zum Passahfest ein Lamm.
Im christlichen Altertum legte man Lammfleisch unter dem Altar. Es wurde geweiht und am Auferstehungstag als erste Speise verzehrt.
Das Lamm ist zum Lamm Gottes geworden und symbolisiert die Unschuld Christi.
Im heutigen westlichen Osterbrauchtum ist das Lamm in den Hintergrund getreten.
Ganz anders im griechisch-orthodoxen Christentum, wo dem Osterlamm noch große Bedeutung zukommt.
4. Das Osterfeuer
Das Urfeuer war die Sonne, sie wurde u.a. in Ägypten und Süd- und Mittelamerika göttlich verehrt. Das Feuer ist schon im Altertum den Menschen und Göttern heilig gewesen. Die 6 Vestalinnen (altrömische Priesterinnen) hatten dafür zu sorgen, daß niemals das heilige Feuer ausging.
Die Osterfeuer wurden bereits in heidnischer Zeit praktiziert. Denn man versuchte so, die Sonne mit dem Frühlingsfeuer magisch auf die Erde herab zu ziehen. Auch Flammenräder ließ man von Hügeln hinabrollen.
Mit den Osterfeuern wurde im Frühjahr die Sonne begrüßt. Sie galten auch als Kult zur Sicherung der Fruchbarkeit, des Wachstums, der Ernte.
Die ersten christlichen Osterfeuer wurden um 750 in Frankreich zum Osterbrauch entfacht. Im 11. Jht. waren sie auch im deutschsprachigen Raum verbreitet.
Osterfeuer werden auch heute noch in Norddeutschland am Samstag vor Ostern entzündet.
Der Brauch ist vor allem in ländlichen Gegenden üblich, wo die Dörfer einen Wettstreit um das höchste Feuer abhalten und die Holzstapel in den Nächten vor Ostern bewachen.
Die Osterfeuer entlang der Unterelbe locken viele Schaulustige an.