Wie bei vielen unserer heutigen Feste und Ehrentage ist deren Ursprung schon im Altertum zu finden.
Die Urmutter bei den alten Griechen war die Göttin Rhea (Rhea bedeutet: Fluß des Lebens), Tochter des Uranus und der Gaea, und Mutter aller Gottheiten und Göttinnen.
Der zu ihren Ehren enstandene Mutterkult wurde im Rahmen eines großen Frühlingsfestes gefeiert.
Dazu ist in der Encyclopædia Britannica (1959, Bd. 15, S. 849) zu lesen:
„Ein Fest, das von dem Brauch des Mutterkults im alten Griechenland abgeleitet wurde. Ein förmlicher Mutterkult mit Zeremonien für Kybele oder Rhea, die große Göttermutter, wurde an den Iden des März in ganz Kleinasien getrieben."
Im England des 13. Jahrhunderts wurde der Sonntag Laetare als "mothering sunday" begangen, an dem man der Mutter Kirche für ihre Mutterschaft dankte und infolgedessen auch der leiblichen Mutter Dank abstattete.
Schon um 1644 wurde berichtet: "Every Mid-Lent Sunday is a great day at Worcester, when all the children and grantchildren meet at the head and chief of the family and have a feast. They call it Mothering Day."