Stifter des Städelschen Kunstinstituts ist der Frankfurter Handelsmann Johann Friedrich Städel (1728-1816).
Mit seinem Testament begründete er 1815 das Institut und vermachte ihm zugleich sein Vermögen und seine ansehnliche Kunstsammlung.
Zur Aufgabe stellte der Stifter den Auf- und Ausbau einer qualitativ hochrangigen Sammlung, zu der jeder Bürger Zutritt hat.
1907 wurde von der Stadt Frankfurt die Städtische Galerie gegründet, die im Städelschen Kunstinstitut integriert ist und sich vor allem der modernen und zeitgenössischen Kunst widmet.
Die damals eingerichtete Kunstschule wurde 1923 abgetrennt und ist heute Staatliche Hochschule für Bildende Künste.
1878 bezog das Städel Museum einen Neubau am Schaumainkai in Sachsenhausen, der 1915-20 erweitert, nach Beschädigung im Krieg bis 1966 wieder aufgebaut wurde und 1990 einen Erweiterungsbau erhielt.
Das Städel Museum, zentral am Museumsufer gelegen, wuchs seither zu einer Kunstsammlung von Weltrang heran.
Das Städel Museum umfaßt drei Gebäudeteile und einen Skulpturengarten.
Im Altbau befindet sich die Sammlung Alter Meister. Im Neubau dagegen wird die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts gezeigt.
Seit 1990 ist im sog. neuen Flügel moderne und zeitgenössische Kunst untergebracht.
Im Ausstellungshaus werden regelmäßig interessante Sonderausstellungen präsentiert.
Die Graphische Sammlung im Städel ist mit mehr als 100.000 Arbeiten auf Papier eine der bedeutendsten ihrer Art.
Einzigartige Schwerpunkte sind deutsche und italienische Künstler der Spätgotik und Renaissance, Franzosen des 18. Jahrhunderts, deutsche Künstler des 19. Jahrhunderts und des Expressionismus.
Für Namen wie Kirchner oder Beckmann zählt die Graphische Sammlung des Instituts weltweit zu den ersten Adressen.
Ab 15.12.2011: Neupräsentation der „Alten Meister“
Im Rahmen einer groß angelegten Wieder- und Neueröffnung präsentiert sich die Sammlung der Alten Meister mit Malerei vom 14. bis zum 18. Jahrhundert in völlig neuem Glanz. Die Einrichtung und Hängung der Sammlung, die Raumaufteilung sowie das Beleuchtungskonzept der Galerieräume wurden umfassend modernisiert und an die Anforderungen des Museumsbetriebs des 21. Jahrhunderts angepaßt.
Neben der Neupräsentation vertrauter Meisterwerke von van Eyck, Cranach, Dürer, Holbein, Botticelli, Pontormo, Tiepolo, Rembrandt, Rubens und Vermeer werden auch spektakuläre Neuzugänge und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse den Museumsbesuch zu einem überraschenden und spannenden Erlebnis gestalten.
Aktuelle Ausstellung:
Claude Lorrain. Die verzauberte Landschaft · 03.02. - 06.05.2012
Das Städel stellt das Werk des bedeutendsten französischen Landschaftsmalers des 17. Jahrhunderts erstmals seit fast 30 Jahren in Deutschland in einer monografischen Ausstellung vor.
Gezeigt werden 130 Werke aus allen Schaffensphasen von Claude Lorrain (um 1600 oder 1604/05–1682), darunter 13 Gemälde sowie zahlreiche Zeichnungen und Druckgrafiken.
Städel Museum · Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt
Telefon: (069) 605098-0 · Fax: (069) 605098-111 Internet: www.staedelmuseum.de
Öffnungszeiten: Di, Fr - So 10-18 Uhr · Mi + Do 10-21 Uhr · Mo. geschlossen
Café-Restaurant "Holbein's" · Eingang: Holbeinstr. 1
Telefon: (069) 660566-66 · Fax: (069) 660566-77
Öffnungszeiten: Di - So 10 bis 24 Uhr, Mo geschlossen