1821 wurde als Vorläufer des Senckenbergmuseums ein „Öffentliches Naturalienkabinett" südöstlich des Eschenheimer Tors gegründet.
Am 13. Oktober 1907 zog dieses in den Neubau an der Senckenberganlage. Bauherr und bis heute Träger war und ist die 1817 von 32 Frankfurter Bürgern gegründete Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft.
Das Senckenbergmuseum ist eines der großen Naturkundemuseen in Europa. Es zeigt die heutige Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Lebewesen (Evolution) sowie die Verwandlung unserer Erde über Jahrmillionen hinweg.
Berühmt ist das Senckenberg, dessen Wappentier ein Triceratops ist, wegen der Dinosaurier. Es bietet eine der umfangreichsten Ausstellungen von Großgruppensauriern in Europa.
Neben den Dinos und zahlreichen Fossilien von urzeitlichen Tieren und Pflanzen (u.a. auch das berühmte Urpferdchen aus der Grube Messel) sind viele Exponate ausgestorbener Tierarten, wie beispielsweise das Quagga (ein zebra-ähnliches Wildpferd), zu sehen.
Doch das Museum hat viel mehr zu bieten. Auf einer Fläche von 6.000 qm finden sich mehrere tausend, zum Teil weltweit einzigartige Exponate, präsentiert in attraktiven Ausstellungen.
Entdecken Sie die Weiten des Weltraums und lassen Sie sich entführen in längst vergangene Epochen - vom Urknall bis zur Entstehung unseres Planeten.
Das Museum beherbergt die mit rund 1000 Präparaten weltweit größte und zugleich artenreichste Schausammlung von Vögeln.
Sehenswert ist auch die zur Wiederöffnung nach dem Umbau 2003 neu konzipierte Reptilienausstellung.
Ergänzt werden die Dauerausstellungen durch Sonderausstellungen, Vorträge und Forschungsberichte.
Aktuelle Ausstellungen:
Körperwelten der Tiere · Wolfgang-Steubing-Halle · 15.10.2011 - 15.03.2012 Auf 700 Quadratmetern zeigen die KÖRPERWELTEN der Tiere in der Wolfgang-Steubing-Halle mehr als 20 spektakuläre Ganzkörper-Plastinate von Gorilla, Giraffe, Bär, Pferd, Hai, Strauß & Co. sowie rund 100 Einzelpräparate, Scheiben- und Organplastinate.
Absolutes Highlight ist Elefantenkuh „Samba“ – mit einer Größe von 6 mal 3,50 Metern das gewaltigste Lebewesen, das je plastiniert wurde.
Der Blick unter Haut, Fell und Federn offenbart jedem Besucher eine völlig neuartige Tierwelt.
Anschaulicher als jedes Fachbuch zeigt die Ausstellung, dass der Elefantenrüssel von unglaublichen 40.000 Muskeln gesteuert wird und dass die Giraffe ihre 50 Zentimeter lange Zunge wie eine Hand benutzen kann.
Detailwissen zu Nervensystem, Knochenbau, Muskulatur und Organen, wie es nie zuvor zu sehen war. Hautnah erleben Besucher die enorme Vielfalt der tierischen Körper – eine erstaunliche Ingenieursleistung von Mutter Natur. Weitere Informationen finden Sie unter www.KoerperweltenDerTiere.de.
Sammlungswelten – Anatomie im Glas · 24.11.2011 - 22.02.2012 In den wissenschaftlichen Abteilungen des Forschungsinstitutes lagern noch Millionen verborgener Kostbarkeiten.
Mit der neuen Sonderausstellung öffnet das Senckenberg die Archive seiner Anatomie- und Gewebekunde-Sammlungen.
Besucher können erstmals einen Blick auf Präparate werfen, die bisher der Forschung vorbehalten und für Generationen von Studierenden und Wissenschaftlern Grundlage zum Verständnis des Aufbaues von Organismen waren.
Ob Innenleben von Pinguin, Krokodil oder Giraffe: Gezeigt werden rund 300 meisterhaft präparierte Stücke des gesamten Tierreichs, darunter auch von ausgestorbenen Arten.
WELTBEWEGEND – Alfred Wegeners Theorie wird 100 · 06.01. - Ende 2012 Die neue Ausstellung führt auf einer Expedition durch das Leben des ungewöhnlichen Forschers an den Ort zurück, an dem er zum ersten Mal seine Hypothese der sich bewegenden Kontinente vorstellte: dem Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt.
An acht Stationen haben Groß und Klein die Möglichkeit in die Fußstapfen des berühmten Wissenschaftlers zu treten und Wegener bei seinen Reisen, Erlebnissen und Entdeckungen zu folgen.