Der Apfelwein ist ein Fruchtwein, der, richtig gekeltert, ein reines Naturprodukt ist. Er enthält 5 bis 6% Alkohol.
Das echte "Stöffche" trinkt man bei etwa 11 bis 14 Grad.
Typisch für den im Großraum Frankfurt hergestellten Apfelwein ist, daß dieser nur aus Äpfeln, ohne Zusatz von Birnen oder anderem Obst, besteht. Dies führt zu dem frischen, herben Geschmack.
Drei Zentner Äpfel ergeben rund 100 l Apfelwein.
In der Kelterung werden säurehaltige Sorten aus dem Streuobstanbau, wie "Schafsnase", "Trierer Weinapfel", "Rheinischer Bohnapfel", "Kaiser Wilhelm", "Bittenfelder", "Brettacher" oder "Roter Boskoop" benötigt.
Im Herbst werden die Kelteräpfel in die Pressen gefüllt.
Was dort herausrinnt wird "Süßer", ein trübes, gelbes Getränk genannt. Der Saft, der Mitte Oktober in den Fässern gärt, trägt die Bezeichnung "Rauscher".
Um die Weihnachtszeit ist der neue Apfelwein ausgegoren. Getrunken wird er dann als "Neuer Heller" und später als "Alter", standesgemäß aus dem "Gerippten" und eingeschenkt natürlich aus dem "Bembel".
"Speierling" ist eine Variante des Apfelweins, der mit dem Saft unreifer Früchte des Speierlingbaumes versetzt wird. Diese "Säuerung" klärt den Wein und macht ihn länger haltbar.
Der Apfelwein wird in allen Stadien der Reifung getrunken und findet in allen Nuancierungen seine Liebhaber.
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